Innova unterstützt EGON

In der Region Uckermark-Barnim sollen genossenschaftlich organisierte Netzwerkpotenziale im Bereich regenerativer Energien unter Einbeziehung arbeitsmarktpolitischer Zielgruppen erschlossen werden. Die innova eG  unterstützt das Vorhaben als Fachpartner.
Dazu hat die Dr. Grundmann Consult aus Prenzlau das Projekt EGON (Erschließung genossenschaftlich organisierter Netzwerkpotenziale im Bereich regenerativer Energien unter Einbeziehung arbeitsmarktpolitischer Zielgruppen) ins Leben gerufen (Projektlauzeit: 2012-2013). Das transnationale Projekt zielt auf einen Wissens- und Erfahrungsaustausch zum Thema Energiegenossenschaften ab. Der Projektentwickler für Energiegenossenschaften Winfried Haas (innova eG) arbeitet in der Lenkungsgruppe und referiert auf regionalen Informationsveranstaltungen zum Thema „Energie in Bürgerhand mit Energiegenossenschaften“.
 Als europäische Partner wirken der Genossenschaftsverbund Südtirol legakoopbund, die Energiegenossenschaft Schluderns-Glurns aus Südtirol und die europäische arbeitsmarktpolitische Stiftung Europejski Dom Spotkan - Fundacja Nowy Staw aus Polen im Projekt mit.

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Neue Arbeit und soziales Engagement (NASE)

Die Lage in den Regionen, auf die sich die Entwicklungspartnerschaft erstreckt, ist von hoher Arbeitslosigkeit, Abwanderung von Arbeitskräften und Orientierungslosigkeit bei vielen Arbeitsfähigen gezeichnet. Es geht in der Entwicklungspartnerschaft darum, Abwanderung zu vermeiden, Beschäftigungspotentiale zu entwickeln und Gruppen an den Arbeitsmarkt heran zu führen, die arbeitsfähig und arbeitswillig sind, deren Zugang aber durch eine Reihe von Faktoren erschwert wird.

 

Aus dem Bereich sozialer Dienste stammen die Überlegungen zur „Triade der Arbeit", die verschiedene Motive und Ausprägungen der Beschäftigung miteinander verknüpft: Berufliche Arbeit, Eigenarbeit und ehrenamtliche Arbeit werden verzahnt. Differenzierte Formen sind möglich, ebenso der Wechsel zwischen den Bereichen. Arbeitsmarktpolitisch ist wichtig, Ressourcen der Eigenarbeit und der Ehrenamtlichkeit für den Beschäftigungssektor zu nutzen. Viele sind nämlich dorthin nur abgetaucht, weil sich andere Chancen nicht boten. Viele verbinden die Mitarbeit gegen Aufwandsersatz mit der Hoffnung zum Einstieg in eine Gering- oder Vollbeschäftigung oder in die Selbständigkeit.

 

In den Projekten wird Qualifizierungsbedarf ermittelt und wo möglich befriedigt. Die Qualifizierung soll insbesondere ein Beitrag sein zur Entwicklung von mehr Kundenorientierung im sozialen Bereich. Die Bildungsbereitschaft soll geweckt werden, eine Bereitschaft zum lebenslangen Lernen entwickelt und stabilisiert werden.

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NAVEX - Ein Navigationssystem für Existenzgründer

„Ich-AG“ und Hartz IV, aber auch die Erfahrungen und Nöte aus dem Beratungsalltag jährlich Hunderter Gründungswilliger haben in Hof ein einzigartiges Netzwerk entstehen lassen, bei dem Partner aus privater und kommunaler Gründerförderung, Bildungsträger, Gründerzentren und Berater unter dem Slogan „NAVEX – Navigationssystem für Existenzgründer“ ihre Kompetenzen bündeln.

„Navigationssystem“ bezieht sich dabei einmal auf die Teilnehmer des Projektes, die Existenzgründung als Alternative ihrer persönlichen Berufsplanung erkennen und gleichzeitig Orientierung in einem Terrain erhalten, auf dem sie vorher noch keine Erfahrungen sammeln konnten. „Navigationssystem“ spricht aber auch die an dem aus der Gemeinschaftsinitiative EQUAL geförderten Projekt teilnehmenden strategischen Partner und Einrichtungen des Dritten Sektors, der Sozialwirtschaft, an, die sich den dynamischen Entwicklungen ihres Marktes stellen und durch die Vernetzung und den Erfahrungsaustausch in NAVEX die Chance haben, ihre eigene Position zu stärken. „Navigationssystem“ soll letztendlich aber auch ein Ziel für die Träger der öffentlichen Hand sein, da die Erfahrungen und Ergebnisse des Projektes europaweit ausgetauscht und übernommen werden können.

Die Umsetzung erfolgt in 5 Teilprojekten:

1. NAVEX competence - Instrumente der Wissensvermittlung (Bildungsinstitut PSCHERER gGmbH ) Durch die Sensibilisierung der ALG-II-Empfänger, welche über „Arbeitsgelegenheiten mit Mehraufwandsentschä­digungen“ in gemeinnützigen Tätigkeiten sind, werden mögliche Gründer identifiziert und Ansätze zur Verknüpfung zum 1. Arbeitsmarkt definiert. Dabei gibt es eine enge Abstimmung mit NAVEX net. Dabei sind Microgründungen als Verbindungsglied 3. Sektor – 1. Arbeitsmarkt besonders zu beachten. Die entwickelten Gründungsmöglich­keiten werden durch NAVEX coach auf Realisierbarkeit geprüft und in die Umsetzungsphase gebracht. Die Ergebnisse/Anforderungen fließen in die anschließende Qualifizierung ein. Die Schlüsselqualifikationsfeststellung (Kompetenzbilanz) ist ein wesentlicher Bestandteil des Teilprojektes und dient bei allen Coachingleistungen als roter Faden.

2. NAVEX coach - Betreuung und Coaching (IGZ Innovations- und Gründerzentrum Hof) Ziel des Teilprojektes ist die Identifikation von Marktpotentialen im 3. Sektor, ihre Prüfung auf Realisierbarkeit für langfristig tragfähige Gründungsvorhaben sowie deren Begleitung vor/während/nach der Aufnahme einer Tätig­keit. In Zusammenarbeit mit NAVEX team sollen Erfahrungen bei der Umsetzung von Gruppenmodellen/-gründungen gesammelt werden. Zielgruppe sind potentielle Gründer von Klein-/Kleinstunternehmen mit erfolgs­versprechenden Geschäftsideen, für die aufgrund ihrer Person oder Situation eine besonders intensive Betreuung im Rahmen von Einzel- und Gruppencoachings notwendig ist. Die Betreuung erfolgt durch definierte Arbeitsauf­träge für den Teilnehmer und kontrollierte Rückkopplungen an den Coach.

 

 

3. NAVEX cash - Modelle zur Finanzierung von Existenzgründungen (gründernet Beratungs- und Projektentwicklungs GmbH) Für die Finanzierung der Gründung und Festigung von Kleinunternehmen sind spezielle Methoden und Instru­mente erforderlich, die eine solide Basis für den Unternehmer wie auch eine rentable Abwicklung für die Kredit­geber gewährleisten. Dies gilt auch für die Unternehmen des Dritten Sektors, wo oft gemeinnützige oder soziale Aspekte eine Rolle spielen. Aufbauend auf die Erfahrungen des DMI e. V. sollen die Methoden der Mikrofinanzierung in der Projektregion erprobt und für strukturschwache Regionen bzw. auch für die Anwendung im Non-Profit-Sektor weiterentwickelt werden. Damit wird benachteiligten Gründer/innen und Kleinunternehmen mit tragfähigen Ideen ein Zugang zum Finanzmarkt verschafft.

 

4. NAVEX net - Netzwerk Sozialwirtschaft und „Freie Wirtschaft“ (Wirtschaftsförderung und Gründer-zentrum im Landkreis Tirschenreuth GmbH) Das Teilprojekt hat den Schwerpunkt, die angesprochenen Potentiale der Sozialwirtschaft und die wichtigen Vertreter der freien Wirtschaft bilateral zu vernetzen und eine Dialogschnittstelle per Internet für die Möglichkeiten der Sozialwirtschaft und der freien Wirtschaft im Sinne von WIN-WIN-Szenarien zu bieten Dazu sind folgende Schritte geplant: 1. Interessenprofile der Sozialwirtschaft / freien Wirtschaft ausarbeiten 2. Aufbau einer gemeinsamen Workshoprunde 3. Aufbau einer Internetplattform der vernetzten Partner (Angebotspalette) als Content-Management-System (Ziel: Selbstläufer) Es werden Workshops realisiert, die – basierend auf wirtschaftsethischen Prinzipien – neue Aufgaben- und Betätigungsfelder durch die Verzahnung von Sozialwirtschaft und Freier Wirtschaft aufzeigen werden.

 

5. NAVEX team - Qualifizierung zur Genossenschaftsentwicklung (innova eG) Wirtschaftliche Selbsthilfe durch Genossenschaften soll die Erfüllung sozialwirtschaftlicher Aufgaben (soziale Dienste und zusätzliche Arbeitsplatze für am Arbeitsmarkt benachteiligte Menschen) verbessern. Das Teilprojekt trägt diesem Ziel durch Qualifizierung von Projektentwicklern zur Betreuung teamorientierter Unternehmensgrün­dungen von am Arbeitsmarkt Benachteiligten Rechnung. Darüber hinaus sollen in einem Modellprojekt Arbeits­losengeld II-Bezieher/innen eine Arbeitsgelegenheit und eine Qualifizierung zur Entwicklung sozialwirtschaftlicher Aktivitäten in einer Selbsthilfegenossenschaft bekommen. Insbesondere die gemeinsam mit der EQUAL-Entwicklungspartnerschaft NASE in Weimar angebotene Schulung für genossenschaftliche Projektentwicklung „QuaGeno“ ist ein außergewöhnliches Angebot für in der Gründungsberatung Tätige, die Ihr Angebotsspektrum in dieser Richtung erweitern möchten.

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Die "innova" Entwicklungspartnerschaft

Die „innova“ Entwicklungspartnerschaft entstand mit dem Aufruf zur Formulierung einer Interessenbekundung in der europäischen Gemeinschaftsinitiative EQUAL im Sommer 2001. Die Partner der aus der Entwicklungspartnerschaft entstandenen innova eG in der Entwicklungspartnerschaft für Selbsthilfegenossenschaften tragen mit ihren spezifischen Kompetenzen zur Koordination, Förderung und Etablierung genossenschaftlicher Selbsthilfeprojekte bei. Zum Teil waren sie auch selbst Träger von Modellprojekten in EQUAL zur Gründung von Selbsthilfegenossenschaften.
Die Bank für Sozialwirtschaft AG (BfS) entwickelt geeignete und angepasste Finanzierungsinstrumente für Genossenschaften im Bereich der Sozialwirtschaft unter Einbeziehung der Erfahrungen anderer Finanzinstitutionen im In- und Ausland. Die innova eG auf der Website der BfS
Der Bundesverein zur Förderung des Genossenschaftsgedankens e.V. (BzFdG) ist ein kompetenter Interessenvertreter für den Genossenschaftsgedanken in unserer Gesellschaft. Er bereitet Ergebnisse der praktischen Arbeit für politische Entscheidungen auf. Die innova eG auf der Website des Bundesvereins
Der Bundesverband deutscher Wohnungsunternehmen e.V. (GdW) unterstützt mit der Zielrichtung „Bündnis für Wohnen und Arbeit“ Kooperationen seiner Mitgliedsunternehmen mit den neuen Selbsthilfegenossenschaften im Bereich wohnungsnaher Dienstleistungen.
Das Netz für Selbstverwaltung und Selbstorganisation e.V. war Träger von Modellprojekten in EQUAL, verbreitet den Gedanken der genossenschaftlichen Kooperation unter kleinen Unternehmen und fördert die transnationale Zusammenarbeit. Die innova eG auf der Website des NETZes
Das netz NRW - Verbund für Ökologie und soziales Wirtschaften e.V. war Träger von Modelprojekten in EQUAL und unterstützt die Arbeit der Entwicklungspartnerschaft in Nordrhein-Westfalen
Der Sächsische Verein zur Förderung des Genossenschaftsgedankens e.V. (SäVGeno) war Träger von Modellprojekten in EQUAL und verbreitet die Grundideen der genossenschaftlichen Organisation im Land Sachsen.
Der Zentralverband deutscher Konsumgenossenschaften e.V. (ZdK) vertritt die Interessen seiner Mitgliedsgenossenschaften gegenüber Regierungen, Parlamenten und Behörde, informiert potentielle Gründer über die genossenschaftliche Rechtsform und ist beratend und unterstützend in der Gründungsphase für Genossenschaften tätig.

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