Eine Genossenschaft auf dem Sprung

Ehemalige Mitarbeiter der Diakonie in Riesa gründeten eine Selbsthilfegenossenschaft zur langfristigen Sicherung ihrer Arbeitsplätze

Ein Sprungbrett war Symbol dafür, dass in einem von der Diakonie Riesa gGmbH getragenen Sozialunternehmen ausgegrenzten Menschen ermöglicht wurde, ihr lebenswichtiges Recht auf Beteiligung an Arbeit und sinnvoller Beschäftigung wahrzunehmen.
Inzwischen ist eine zweite Bedeutung hinzugekommen: Für die sozial engagierten und ehemals bei der Diakonie angestellten „SprungbrettlerInnen“ hieß es, nunmehr selbst den Sprung in eine selbstbestimmte berufliche Absicherung zu wagen.
Durch den Wegfall bzw. das Auslaufen von Fördermitteln konnte das Sozialunternehmen nicht mehr ohne Verluste durch die Diakonie betrieben werden. Den MitarbeiterInnen wurde zum 31.03.04 gekündigt.
Als Reaktion auf diese Entwicklung gründeten diese MitarbeiterInnen in einem ersten Schritt im Januar 2004 den „Sprungbrett e.V.“, der ab dem 01.04.04 einige Tätigkeitsfelder des ehemaligen Sozialunternehmens in eigener Regie bearbeitet. Ein Teil der entlassenen DiakoniemitarbeiterInnen wurde im Verein angestellt.
Als zweiter Schritt folgte die Gründung einer Selbsthilfegenossenschaft, der Cena et Flora eG. In ihr werden die Geschäftsfelder Küche und Gärtnerei fortgeführt. Am 01.01.2005 nahm die genossenschaft ihre Geschäftstätigkeit auf. Unterstützung bei der Gründung in Form von Weiterbildung und Beratung erhielten die 9 Genossenschaftsmitglieder durch den Sächsischen Verein zur Förderung des Genossenschaftsgedankens e.V. als Teilprojektträger der innova – EP für Selbsthilfegenossenschaften sowie dem Mitteldeutschen Genossenschaftsverband e.V. als wichtigem regionalem Partner innerhalb der innova – EP in Sachsen.

top
top